Home

Herzlich willkommen!

Wer sich politisch mit der beruflichen und Aus- und Weiterbildung in der Landwirtschaft befasst und sich für die für die politische Durchsetzung des Berufsbildungsgesetzes von 1967 und der Entwicklung der Berufsbildung in der Landwirtschaft bis zur Jahrtausendwende aus der Innenansicht des Berufsstandes und des Gesetzes- und Verordnungsgebers auch unter politologischer Sicht interessiert, könnte hier fündig werden.

Der ehemalige Präsident und heutige Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbandes,
Gerd Sonnleitner, formulierte es im Geleitwort sehr treffend:

“Die Entwicklung der beruflichen Bildung im Agrarbereich ist bis heute noch nicht in allen Einzelheiten ausreichend geschichtlich erforscht. In den verschiedenen Teilbereichen gibt es zwar viele Einzelarbeiten. Diese sind jedoch nur teilweise zu einem klaren Gesamtbild zusammengeführt und unter Berücksichtigung aller Zusammenhänge ausgewertet worden.

Der Autor leistet mit dem vorliegenden Buch einen eigenen und anregenden Beitrag dazu, die Entwicklung des agrarischen Berufsbildungswesens in neuerer Zeit nicht nur fachlich, sondern auch unter Berücksichtigung des politischen Umfeldes zu beleuchten. Das Werk soll nicht nur trockene wissenschaftliche Fachinformationen vermitteln. Den Lesern wird auch durch das Einbinden eigener persönlicher Erlebnisse das Verständnis eines sehr komplexen Themengebietes erleichtert, anschaulicher und interessanter gemacht. [..]

 Ich wünsche mir, dass dieses Werk eine Anregung für die  zukünftige Arbeit von Bildungspolitikern, Wissenschaftlern sowie für das Verwaltungs- und Lehrpersonal in der landwirtschaftlichen Berufsbildung aber auch interessierten Landwirten sein wird. In manchen Punkten wird die Darstellung aus der Perspektive des Autors sicherlich auch Diskussionen und anregende Impulse für die weitere Beschäftigung mit zum Thema auslösen. [..]”

(in: “ Berufliche Bildung in der deutschen Landwirtschaft”, 1. Auflage, Bonn 5/2000, Bd. 1 u. 2, S. 9)

Einen raschen Überblick über das Werk geben die Rezensionen.

Im “Zeitalter” der Bildungsreformen setzte auch die Landwirtschaft auf Eigeninitiative und Selbstverantwortung, Es galt als Schande, nach dem Staat zu rufen. Der Berufsstand atmete die Freiheit vom Staat, obwohl es nicht ganz ohne ging. Aber die Berufsausbildung und Berufsbildung, die betriebliche Ausbildung, die Berufsbilder blieben Sache der Betriebe und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit der deutschen Wirtschaft im Kuratorium für Berufsbildung und mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung sowie den Länderministerien, in den “kammerlosen” Bundesländern” und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Auf europäischer Ebene mit der CEA und den nationalen Verbänden.

Auch das Fachschulwesen, die Weiterbildung zum Meister fand ohne das “Diktat” einer praxisfernen Bürokratie im entfernten Bonn, heute in Berlin statt. Die Landwirtschaft konnte in den Landwirtschaftskammern und hier in den Berufsbildungsausschüssen selbst bestimmen, was in ihrer Aus- und Weiterbildung reglementiert werden sollte. Im obrigkeitsstaatlichen 19. Jahrhundert entschied das Ministerium, was gut für die Wirtschaft war.

Der Verfasser war in seinen ersten Jahren ab 1967 Bildungsreferent des Verbandes der Landwirtschaftskammern und ab 1973 auch für den Deutschen Bauernverband und damit für den gesamten Berufsstand zuständig, der sich damit auch in der Berufsbildungspolitik systematisch aufgestellt hatte.

In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der zuständigen Stellen arbeitete er in bundesweiten Projektgruppen mit den Vertretern des Berufsstandes in der Entwicklung der Aus- und Weiterbildung für die Landwirtschaft zusammen.

Die hier veröffentlichten Innenansichten vermitteln direkten Einblick in die praktische Bildungspolitik und zeigt nicht nur den Praktikern aus der Landwirtschaft, dass es sich lohnt, den Aufwand nicht zu scheuen und die eigenen Angelegenheiten in die eigenen Hände legen.

Dem Politikwissenschaftler sollte es den Eindruck vermitteln, dass nicht alles Lobbyismus ist, was man als Aussenstehender dafür hält. Kapitel 9 ist daher speziell der “Macht der Verbände” gewidmet.

Das von den Kammern getragene System der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist ein Ausdruck eines liberalen Staatsverständnisses, das von der “Freiheit vom Staat” und der “Selbstveranwortung” getragen ist. Dies gilt für die Arbeitgeber- und wie für die Arbeitnehmerseite gleichermaßen, ein Verhältnis, das nicht zwangsläufig im marxistischen Sinne vom Klassenkonflikt geprägt ist.

Eine ausführliche Darstellung aus dieser bildungspolitischen Praxis liefern die beiden Bände, “ Berufliche Bildung in der deutschen Landwirtschaft”, 1. Auflage, Bonn 5/2000, Band 1 und Band 2, 527 Seiten. Auf dieser Basis wurde das Werk teilweise in eine zweite, überarbeitete Auflage gegossen, die als Internetausgabe hier demnächst verfügbar ist.

Inhaltsverzeichnis, Geleitwort, Vorwort und Einleitung können Sie hier downloaden.

Weitere Veröffentlichungen folgen in Kürze.

Auf ein Feed-Back freue ich mich. Nutzen Sie das Gästebuch.

 

Troisdorf im April 2015

[Home] [Zum Verfasser] [Impressum] [Datenschutzerklärung] [BBiG-1969] [Umsetzung BBiG] [Bildungsarbeit-DBV] [Verbände-Rückblick] [Zukunft] [Rechtsgrundlagen] [Gästebuch] [Rezensionen]